Sportverein Enge-Sande von 1959 e. V.
Sportverein Enge-Sande von 1959 e. V.

Deutschlandläufe

Deutschlandlauf 2016

– Tagesberichte –

 

Samstag, 23. Juli 2016

1. Etappe: Von Worms nach Germersheim

Heute geht's endlich los. Um 2 Uhr morgens war für den ersten Bus Abfahrt in Enge-Sande. Familie Paysen kam um 4 Uhr und Thorsten, Jonathan und Volker um 5 Uhr nach. Eike und Mausi waren schon eine Woche vor Ort, um die Gegend mit dem Rennrad unsicher zu machen. Rechtzeitig am Startpunkt in Worms ging es für Steffen und Matze um 12:15 Uhr als Testläufer für die Orientierung und Beschilderung auf die Strecke. Was auch recht gut klappte. Danach folgte das Team Eike ("Ich muss heute nicht unbedingt laufen") und Matthies ("2 bis 3 km reichen für heute"). Aber erstmal gestartet konnten die Beiden nicht genug bekommen. Sie genossen die herrliche Gegend in vollen Zügen und planten daher noch einen kleinen Umweg mit ein. Nach über 2,5 Stunden (über 20 km von geplanten 10 km) übergaben die zwei, sorgenvoll erwartet von den anderen, den Staffelstab an Mausi und Hans-Jürgen, denen wir jetzt zur Sicherheit einen Radfahrer als Begleiter zur Seite stellten. Um etwas Zeit reinzuholen, gaben die Racer Vollgas. Wohl aber etwas zu viel! In einer scharfen Kurve rutschte Hans-Jürgen aus und holte sich beim Sturz zahlreiche Schürfwunden an Armen, Beinen und Gesicht. Zum Glück aber kam es nicht zu ernsthaften Verletzungen. Worüber wir alle heilfroh sind. Ab nun ging es aber störungsfrei weiter. Karen, Ralf und Thorsten teilten sich den Rest der Strecke bis Germersheim.

Ankunft 20:15 Uhr. Morgen geht es weiter Richtung Kehl.

 

Sonntag, 24. Juli 2016

2. Etappe: Von Germersheim nach Kehl

Nach einem hervorragenden Frühstück machte sich Steffen um 7 Uhr auf den Weg. Ob es nun an dem Orientierungsvermögen von Mathias oder der richtigen Intuition von unseren Youngstern lag - diese Sportler finden immer den richtigen Weg, und sie verlaufen sich eigentlich nie. So konnten sie voll im Zeitplan auf Eike, Jörg und Hans Jürgen übergeben. Die Drei hatten am Vortag schon Pech mit Umwegen und dem Sturz von HJ. So hatten sie auch heute wieder den schwierigsten Abschnitt. Einige kleine Umwege kosteten etwas Zeit, doch es lief vergleichsweise gut. Um 14 Uhr konnten sie die erste Hälfte der Tagesroute beenden. Die letzten beiden Tagesabschnitte teilten sich die Fahrzeuggemeinschaft der Paysens und das Auto von Thorsten. Auf einer Strecke, die von kleinen Radwegen und Deichen geprägt war, kamen alle gut zurecht und schafften es, um 19:30 Uhr die Unterkunft zu erreichen. Zwischenzeitlich machte "Mausi" eine Sondertrainingseinheit und schwamm in einem Waldsee etwa 3,5 km. Alle anderen der "Frühschicht" kümmerten sich derweil um die Unterkunft und planten den dritten Tag.

Fazit: Ein sehr warmer Tag mit einer flachen und landschaftlichen schönen Strecke.

 

Montag, 25. Juli 2016

3. Etappe: Von Kehl nach Bad Bellingen

Mit geringer Verspätung nahmen Volker, Jonathan und Thorsten um kurz nach halb acht die ersten gut 20 km von Kehl nach Ichenheim in Angriff. Bei idealen Laufbedingungen konnten sie teilweise kilometerlang direkt am Rhein entlanglaufen und pünktlich gegen 09:45 Uhr auf das zweite Team übergeben. Auch Jonathan konnte seine Premiere als Deutschlandläufer feiern und lief gut 4 km.  

Auch Eike, Hans Jürgen und Mausi hatten einen richtigen Lauf. Die Strecke ging teilweise an wunderschönen Baggerseen entlang, und auch Hans Jürgen fand langsam zu alter Stärke zurück. So konnte heute ohne besondere Vorkommnisse gegen Mittag an die Paysens übergeben werden.

Heute durfte Trainer Matze mit dem Laufkid Simon 4,2 km zusammen laufen und musste dabei wohl oder übel anerkennen, dass die Jugend mit der Hitze wohl doch besser zurechtzukommen scheint. Unterm Strich erfolgte dann pünktlich die Übergabe ans Team Youngster.

Die Youngsters haben dann ihren Part gewohnt routiniert abgespult. Zu ihrem großen Leidwesen ergaben sich aber auch keine Kontakte mit Eingeborenen der jüngeren Generation. Immerhin konnte Steffen seine Longboard-Fähigkeiten vertiefen und weiter ausbauen.

Für den Abschluss des Tages sorgte dann der frisch zu uns gestoßene Festus, der die letzten gut 20 km zu einer flotten Laufeinheit nutzte. Mit Steffen als Begleiter auf dem Rad konnte dann auch nichts schiefgehen.

Zur Belohnung gab es bei der Ankunft in Bad Bellingen um 19:50 Uhr den obligatorischen Einlauf-Havannah, heute sogar mit Eiswürfeln und Limetten.

 

Dienstag, 26. Juli 2016

4. Etappe: Von Bad Bellingen nach Waldshut-Tiengen

Wieder ein wunderschöner sonniger Tag! Heute nahmen die Paysens die erste Tagesetappe unter die Füße. Pünktlich um kurz vor 8 Uhr starteten Jesse, Simon und Karen vom Hotel aus Richtung Rhein, um direkt am Ufer die ersten 17 km bis zum kleinen Ort Märkt zurückzulegen. Lediglich die Geräuschkulisse der nahe gelegenen Autobahn und gefühlte tausende von Mücken störten die morgendliche Idylle! In Märkt wurde auf das Duo Matze und Matthies, verstärkt durch Ralf zu Fuß und Simon auf Rad, gewechselt.

Zu viert wollten sie sich der Herausforderung Basel stellen! Und tatsächlich wurde die Durchquerung der Schweizer Stadt bravourös und ohne Verlaufen gemeistert, wenn auch ein Polizeieinsatz ausgelöst wurde. So entging es einer spitzfindigen Politesse nicht, dass sich Matthies trotz Überschreitung des zulässigen Alters von 7 Jahren mit dem Fahrrad auf dem Gehweg bewegte. Er wurde kurzerhand gestoppt und ermahnt!  Doch dank freundlichen Zuredens von Matze kam es nicht zur Festnahme und der Weg durch die wuselige Stadt konnte ungeahndet fortgesetzt werden. Im benachbarten Grenzach (D) wurde der Staffelstab dann für die letzten Tageskilometer dieses Teams an Steffen übergeben. Bei inzwischen lauschigen 31 Grad C übernahmen Hans Jürgen, Mausi und Eike und setzten beherzt ihr Serie des Verlaufens fort :-) .... diesmal aber zumindest ohne Umweg!

Anstatt auf der deutschen Seite des Rheins zu laufen, wurde illegal in die Schweiz eingedrungen, dabei die Stadt Rheinfelden bewundert und versucht, sich durch ein Kraftwerk wieder nach Deutschland zurück einzuschleusen! Das Tor des Kraftwerkes blieb jedoch trotz Klingelversuch verschlossen, und glücklicherweise fand sich noch ein öffentlicher Weg zurück ans andere Ufer! Verwirrungen dann auch beim nachfolgenden Team in der Besetzung Volker, Thorsten und Jonathan. Hatte man doch die vorhergehenden Läufer aus einer völlig anderen Richtung erwartet! Den Schlusspunkt an diesem heißen Tag setzte Festus. Vorbei an einem Kernkraftwerk, zwei Kläranlagen und am Ende quer durch ein Gewerbegebiet verlaufend, war es wohl ein weniger ansprechender Streckenabschnitt. Ankunft in Waldshut-Tiengen um 18:15 Uhr.

(Karen und Jungs)

 

Mittwoch, 27. Juli 2016

5. Etappe: Von Tiengen nach Konstanz

Dieser Tag war streckentechnisch bisher der Schönste! Um 8 Uhr machten sich die Youngster und Matze im anfänglichen Regen auf den Weg Richtung Hüntwangen. Leider riss die Kette vom Begleitfahrrad während Steffen und Matthies sich am Berg für die letzten Etappen übten. Dass es sich dabei um einen Umweg handelte, soll nur beiläufig erwähnt werden ;-) In Hüntwangen wurde der Staffelstab an Thorsten, Volker und Jonathan weitergereicht. Thorsten durfte durch Schaffhausen laufen und am Rheinfall vorbei. Ein unvergesslicher Anblick, der wirklich zu empfehlen ist! Wir befanden uns heute den ganzen Tag in der Schweiz.

In Schaffhausen übernahm Familie Paysen. Am Rhein entlang fielen vor allem die Häuser direkt an der steinigen Küste auf, deren Balkone teilweise so wirkten, als würden sie über das Ufer hinausragen. In Stein am Rhein wartete Festus. Jedoch wurden vorher vor Ort die Laufschuhe getauscht gegen Badehose und Schwimmbrille. Steffen, Mausi, Eike und Festus testeten wie man am besten durch die Strömungen vom einen Ufer des Rheins ans andere schwimmt! Auch die Eisdielen dort sind sehr zu empfehlen :-) Festus lief dann bis Berlingen, immer am Rhein entlang. Begleitet wurde er von Hans Jürgen Strufe. Das Team war schneller als das Gewitter, das im Hintergrund grollte.

Der letzte Wechsel erfolgte auf Mausi und Eike mit Hans Jürgen. Das Team lief bis Konstanz, wieder nach Deutschland. Die letzte Nacht auf deutschem Boden und zwar in der Jugendherberge in Konstanz. Die Zimmer sind jugendherbergsmäßig eingerichtet. Das Essen war gut. Was in jedem Fall hervorsticht ist der atemberaubende Blick über den Rhein aus dem 8-stöckigen Turm der Jugendherberge heraus. Auch das Begleitfahrrad wurde wieder repariert. Lt. dem tüchtigen Fahrradmechaniker wird diese Reise wohl die letzte sein, bevor es auf den Fahrradfriedhof geht.

 

Donnerstag, 28. Juli 2016

6. Etappe: Von Konstanz nach Diepoldsau

Festus begann ohne Begleitung die heutige Strecke mit einem 12 km Stadtlauf durch Konstanz. Er wurde dann aber Gott sei Dank von Thorsten und Matze aufgegabelt und zu Mölle gebracht. Dort hat er dann an Volker, der es verletzungsbedingt mit einem 3 km Testlauf versuchte, übergeben. Daraufhin folgte der von vornherein geplante und selbst organisierte 30 km Trainingslauf von Matze und Thorsten (Trainingslauf für den spontanen Einsatz beim Ostseeman) am Bodensee entlang. Aufgefallen ist, dass hier dann mal wirklich viele Radfahrer und sogar auch Inliner auf dem Rheinradweg unterwegs waren. Die Youngsters (Steffen und Matthies) waren so nett und brachten das, Dank Mölle, wieder heile Begleitfahrrad zu unserem Wechselpunkt, so dass Mausi und ich wie gewohnt die Tour mit einem Läufer und dem Begleitfahrrad fortsetzen konnten. Hans-Jürgen nahm nach der schlecht geschlafenen Nacht in der Jugendherberge heute mal einen beweglichen Ferientag.

Überraschenderweise waren alle folgenden Läufer nach der gestrigen Abschiedsparty von Mölle und Festus (haben heute nach Festus Einsatz die Rückreise wieder angetreten) fit. Wir überschritten dann die Grenze nach Österreich und kamen daraufhin, wegen der sehr guten Ausschilderung, gut durch und übergaben an die Youngsters, die dann wieder den Grenzübertritt in die Schweiz vollzogen um dann pünktlich und mit der frühestens Zielzeit (16 Uhr) in dieser Woche im Hotel ankamen. Die Paysens legten heute mal verdienterweise einen Ruhetag (Familienbadetag) ein.

Nachdem wir herausgefunden haben, wie wir an die Zimmerschlüssel kommen, wurden wir mit super modernen Zimmern für die gestrige Jugendherberge entschädigt und werden heute wohl alle gut schlafen.

 

Freitag, 29. Juli 2016

7. Etappe: Von Diepoldsau nach Chur

Wegen der kurzen Tagesetappe starteten Matze, Steffen und Matthies erst um 9:15 Uhr ihren Lauf. Eine flache Strecke am Rheintal entlang zwischen hohen Bergen wurde ohne Komplikationen erledigt. Anschließend rettete Matze "unter Einsatz seines Lebens" den Fußball von Jonathan aus einem See in Buchs und musste sich der Beschimpfungen von "Einheimischen" erwehren.

In Sennwald wartete Familie Paysen. Ralf legte die ersten 10 km vor, bevor Karen bis zur Grenze nach Liechtenstein/Schweiz übernahm. Um auch Liechtenstein mal durchlaufen zu haben, leisteten erst Matze und dann Thorsten Karen Gesellschaft. Sie schaffte so einen langen Lauf von über zwei Stunden. Gleichzeitig machten die "Drei", umrahmt von Weinbergen die ersten Höhenmeter des Tages.

Den Abschluss dieser Laufgemeinschaft bildeten dann Jesse und Volker. In Malans warteten Mausi, Hans Jürgen und Eike nach einer 50 km Fahradtour, um als letztes Team die abschließenden 17 km zu laufen. Um 17:40 Uhr konnte Mausi dann am Hotel einlaufen.

Das erste Foto zeigt Thorsten mit einem Bein in Liechtenstein und einem in der Schweiz.

Das zweite zeigt die "Gebrüder Gimm" (unerlaubt) auf dem Deich.

 

Samstag, 30. Juli 2016

8. Etappe: Von Chur bis Tschamut

Wieder ein sonniger Tag und wieder wurde früh gestartet. Die "Mausis" legte gleich nach dem Frühstück los. Mausi selbst lief die ersten 25 km. Mit dem erhofften flachen Teilstück wurde es nichts. So quälte er sich die vielen Serpentinen hoch, bis er dann auf Eike übergab. Gleich nach der ersten Kurve konnte Eike die Bergkuppe sehen. Ihre restlichen Kilometer verliefen dann für sie bergab.

Das "Yongsterteam" um Matze übernahm dann von Eike. Die ersten 5 km konnten auch sie sich über die tolle Vorarbeit von Mausi erfreuen. Es verlief weiter bergab. Erst auf Höhe des Rheins wechselten dann An- und Abstiege. Für das "Team Peter" lief Volker die ersten 16 km unterstützt von Karen und später Steffen auf dem Begleitfahrrad.

Den Abschluss des Tages bildeten dann die "Paysens". Den Anfang machte Ralf mit Thorsten auf dem Rad. Die restlichen Läufer fuhren mit ihren Fahrzeugen ein paar km voraus und warteten - und warteten - und warteten. Die beiden hatten erst den richtigen Weg gefunden. Dann aber fehlten an einer Weggabelung die notwendigen Schilder. Beide entschieden sich für den ihrer Meinung nach besten Weg. Anfangs war dieser Weg noch recht groß, wurde aber von Kilometer zu Kilometer kleiner, bevor es nur noch ein schmaler Geröllstreifen war. Beide versuchten dann, sich mit dem Rad auf der Schulter durch den Schweizer "Busch" zu kämpfen. Auf diese Art lernten sie so auch gleich die einheimische Flora und Fauna näher kennen. Nach geschlagenen zweieinhalb Stunden wurden sie unweit von ihrem Startpunkt von den anderen Läufern mit ihren Fahrzeugen aufgelesen. Karen und Simon lösten dann die beiden ab. Beide fanden sofort den richtigen Weg, was auch nicht mehr schwer war. Denn nach dem mehrfachen Durchkämmen der Region kann man sie schon als ortskundig ansehen. Die letzten km übernahm dann Thorsten.

Aufgrund des Zeitverlustes und des angekündigten Gewitters beschlossen alle, erst am Sonntag den schweren Aufstieg zum Tomasee zu unternehmen. Dann wollen die Paysens und Peters den restlichen Weg bewältigen. Die beiden anderen Teams mussten noch am Abend die Heimreise antreten.

- So sah unsere Planung aus -

 

23.07. Worms - Germersheim, 60 km

Am Vormittag reisen wir an. Für einen Stadtbummel haben wir keine Zeit eingeplant, dabei hätte Worms einiges zu bieten. Worms ist eine der ältesten Städte Deutschlands und somit reich an interessanten Sehenswürdigkeiten, deren Besichtigung wir uns aber für später aufheben müssen.

Wir folgen dem Rheinradweg Richtung Süden, auf der linken Seite begleitet uns der Rhein, im Hintergrund sehen wir den Odenwald, rechts von uns erhebt sich der Pfälzer Wald mit seinen Weinbergen und Wäldern. Um die Industrieanlagen Ludwigshafens müssen wir einen großen Bogen machen, wir passieren Speyer und kommen erst in Germersheim wieder an den Rhein.

 

24.07. Germersheim - Kehl, 105 km

Wegen zahlloser Rhein-Altgewässer, Halbinseln, Altrhein-Arme, Naturschutzgebiete und Baggerseen ist es nun nicht mehr möglich, ständig am Rheinufer zu laufen. Vor seiner Regulierung mäandrierte der Rhein in zahllosen Schleifen ZEs ist nun nicht mehr möglich, ständig am Rheinufer zu laufen. in seinem Tal, geologisch betrachtet dem Oberrheingraben, dem Grabenbruch zwischen Odenwald und Schwarzwald auf der rechtsrheinischen Seite, sowie Pfälzer Wald und Vogesen linksrheinisch. Wir haben die Rheinseite gewechselt und machen Station in Kehl, Straßburg gegenüber.

 

25.07. Kehl - Neuenburg, 100 km

Weiter geht es im Oberrheingraben südwärts, durch die Ortenau hinein in den Breisgau. Dort erhebt sich mitten in der Rheinebene der über 500 m hohe Kaiserstuhl. Auf seiner vulkanischen Erde wachsen hervorragende Weine, die wir uns natürlich verkneifen müssen. Bleiben wir besser bei den mitgeführten Erfrischungsgetränken. Vielleicht riskieren wir am Abend in Neuenburg einen trockenen "Gutedel" aus dem Markgräfler Land, ganz sicher keinen "Sternmarke".

 

26.07. Neuenburg - Waldshut-Tiengen, 100 km

Bei Basel macht der Rhein einen Knick, sodass die grobe Laufrichtung uns nun gen Osten führt.  Für einige Kilometer sind wir auf Kurzbesuch in der Schweiz. Wir haben den Rheingraben verlassen und laufen weiter stromaufwärts, wo der Rhein sich zwischen dem Schweizer Jura und dem Schwarzwald hindurchquetscht. Kurz vor unserem Etappenziel sehen wir auf der gegenüberliegenden Seite das schweizerische AKW Leibstadt. Unser Tagesziel ist Waldshut-Tiengen, die Viertälerstadt. Hier mündet aus dem Schwarzwald kommend die Wutach in den Rhein und auf der gegenüberliegenden Seite die Aare aus dem Schweizer Kanton Aargau.

 

27.07. Waldshut-Tiengen - Konstanz, 110 km

Nach wenigen Kilometern Laufstrecke folgt unser zweiter Kurzbesuch in der Schweiz. Den Besuch des Rheinfalls bei Schaffhausen lassen wir uns nicht entgehen. Wir queren auf die Schweizer Rheinseite und nähern uns entlang des Untersees dem Bodensee, den wir bei Kreuzlingen erreichen. Von dort sind es nur wenige Meter und eine harmlose Zollkontrolle und wir befinden uns in Konstanz. Ob wir nach der anstrengenden Tagesetappe Zeit und Interesse an einem Stadtbummel haben werden? Lohnend wäre er ganz sicher.

 

28.07. Konstanz - Lustenau, 70 km

Wir laufen auf der Schweizer Seite und haben auf der linken Seite einen wunderbaren Blick auf die Weite des Bodensees. In etwa 20 Kilometern Entfernung sehen wir das Nordufer mit Meersburg, Friedrichshafen und Lindau. Bei einem Blick nach rechts erkennen wir bereits erste Alpengipfel. Dort wo der Rhein in den Bodensee mündet, verlassen wir die Schweiz und erreichen nach wenigen Kilometern in Österreich unser Tagesziel Lustenau.

 

29.07. Lustenau - Chur, 85 km

Unsere neue Laufrichtung zeigt nach Süden. Der Alpenrhein, dem wir jetzt folgen, fordert uns etwas mehr ab als es die Flachetappen der Vortage taten. Von etwa 400 m Meereshöhe bei Lustenau geht es jetzt auf etwa 600 m Meereshöhe. Noch bevor wir in das Fürstentum Liechtenstein gelangen entdecken wir nach rechts blickend die 2500 m hohe Säntis. Weiter nach Süden laufend sehen  wir links die Berge des Rätikon und auf der rechten Seite die Glarner Alpen. Für nordfriesische Flachländler ist das sehr beeindruckend. Aber weiter geht es nach Chur.

 

30.07. Chur - Toma-See, 85 km

Der Rhein, ab hier heißt er Vorderrhein, kommt aus Richtung Südwest. Nun wird es für uns richtig heftig. Wir müssen nämlich von etwa 600 m Meereshöhe auf 2345 m Meereshöhe laufen. Oder nennt man das nicht schon klettern? Von hier, der Rheinquelle, sind es 1231 km bis zur Rhein-Mündung in die Nordsee bei Rotterdam. Am Toma-See haben wir unser Ziel erreicht.

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Deutschlandlauf 2014

Zum dritten Mal machen die Ausdauersportler des SV Enge-Sande ihren Deutschlandlauf. Schon 2010 lief die Gruppe durch ganz Deutschland. Dieses Projekt wurde als Staffel bewältigt, das bedeutet, dass immer nur einer der Gruppe lief und nach seiner Teilstrecke von einem weiteren Läufer abgelöst wurde. Während der Aktion waren es durchschnittlich 15 Läufer. An jedem Abend wurde in einer anderen Stadt auf der Route übernachtet, bevor  am nächsten Morgen wieder mit einem neuem Teilstück begonnen wurde .Der Start war an der dänischen Grenze  bei  Süderlügum und endete eine Woche später  an der österreichischen Grenze bei Garmisch Partenkirchen. Der Lauf war eine sportliche Herausforderung und Spaß für die Gruppe zugleich. Nebenbei engagierten sich die Sportler für die Kinderkrebshilfe, für die 1140 Euro gesammelt wurden. Zwei Jahre später wurde ein zweiter Lauf dieser Art unternommen. Dieses Mal war die Strecke noch etwas länger. Das Ziel lautete, die Elbe von der Quelle in Tschechien bis zur Mündung bei Cuxhaven abzulaufen. Gesammelt wurde 2012 für die „Tafel Südtondern“, die im September 2011 erst gegründet wurde. Hier konnten die Gelder für Lebensmittel verwendet werden, die von der Tafel weitergeleitet wurden. 

 

Am 12.07.2014 um 5:08 Uhr wurde nördlich vom Marinestützpunkt in Wilhelmshaven direkt an der Nordsee der Staffellauf gestartet. Bei bestem Laufwetter machten sich die Läufer auf den Weg nach Osnabrück, dem ersten Etappenziel. Der erste Läuferwechsel fand zur großen Verwunderung in Sande statt. Zum Glück nicht Sande in Nordfriesland, sondern bei Wilhelmshaven. Ohne  Probleme wurde die erste, meist flache Etappe gemeistert, sodass der letzte Läufer um 19:50 Uhr in der Unterkunft eintraf. Am zweiten Tag ging es um 4:00 Uhr los auf die Laufstrecke. Die geplanten 40 km bis nach Telgte hat Team 1 in 3 Stunden und 5 Minuten abgehakt. Der Teutoburger Wald war recht hügelig, so wurden die Läufer rechtzeitig abgelöst. In Gevelsberg gab es Probleme beim Staffelwechsel. Team 3 und Team 4 haben Treffpunkte vorgeschlagen und sind zum jeweils anderen gefahren. Also quasi über kreuz. Nachfolgend waren da noch Berge, die der jeweilige Sportler überlaufen musste. Die Folge war eine 90-minütige Verspätung. Was ganz gut passte war der Umstand, dass die Triathleten erst einen Tag später eintrafen und durch Stau auf der Autobahn noch am geplanten Wechselpunkt übernehmen konnten. Köln wurde dann durch eine starke Laufleistung noch recht früh um 21 Uhr erreicht. Nach einer kurzen Nacht ging es für Team 1 (die Oldies) auf in Richtung Trier. Nun ging es durch die Eifel, die unsere Flachlandnordfriesen wieder vor einer neue Herausforderung stellte. Ein ums andere Mal tauchte ein Berg auf, der überlaufen werden musste. Zeitplanungen konnten nicht eingehalten werden, aber die schöne Landschaft der Eifel entschädigte für alle Strapazen. Trier, immerhin die älteste Stadt Deutschlands, wurde von den ersten Startern noch am Abend besichtigt. Wobei die Schlussläufer nur noch müde ins Bett fielen. Nun ging es am nächsten Tag endlich Richtung Frankreich. Alle waren schon sehr gespannt, was zu erwarten sein würde. Dem ersten Eindruck der Eifel ließ auch auf französischer Seite ein stark hügeliges Lothringen folgen. Die Temperaturen stiegen von Tag zu Tag. Die Radwege wurden rarer, so dass immer öfter an stark befahrenen Straßen gelaufen werden musste. Bis Metz ging alles gut, doch dann gab es ein zweites Gevelsberg. Durch die unübersichtlichen Straßen von Metz wurde eine Stunde verloren. Gut, dass der Tag mit den 148 km eher kurz war. Die restliche Strecke bis Nancy verlief dann reibungslos. Der neue Lauftag begann um 4:30 Uhr und führte von Nancy nach Beze (173 km). Routiniert und reibungslos verlief die erste Etappe des Oldie-Teams. Pünktlich um 8:30 Uhr wurde der erste Wechselpunkt erreicht und man freute sich auf die wohlverdiente Pause. Doch leider war Team 2 noch nicht am vereinbarten Treffpunkt angekommen, sodass es für das Team vorerst notgedrungen weitergehen musste. Am Ende war die Aufholjagd mit dem Auto dann doch gelungen und GPS-Peilgerät und Begleit-Fahrrad wurden an das Youngster-Team übergeben. Team 4 waren dieses Mal die Triathleten, die das Pech hatten, dass beim Rad die Kette riss, sodass der Läufer ohne Begleitung weiterlaufen musste. Unbeirrt erreichten sie trotzdem noch pünktlich das Etappenziel Beze. Der nächste Tag startete wie gewohnt mit den Oldies, die als erfahrene Nachtschwärmer um 04:30 Uhr die ersten Schritte aus dem noch verschlafenen Beze wagten. Wie schon in den vorigen Etappen kamen diese bei noch humanen Temperaturen und recht ebener Strecke super durch. Somit konnten sie vor Plan auf Team Paysen übergeben und mit ihnen den Weg fortsetzen. Das Team hatte es mit Dijon erneut mit einer Laufstrecke durch eine Großstadt zu tun. Diese Aufgabe konnte es dank der Erfahrungen in Metz unter Lotsenhilfe der anderen souverän meistern. Sie kamen trotz steigender Temperaturen auf der von Wein- und Sonnenblumenfeldern geprägten Strecke sehr gut durch. Im nächsten Teilabschnitt der Youngsters handelte es sich gefühlt um eine 50 km lange Schnellstraße, die von einigen Orten unterbrochen wurde. Die Temperaturen machten diesen eher tristen Streckenabschnitt zu einer doch körperlich großen Herausforderung. Der letzte Teilabschnitt hatte jetzt bis zu 36 Grad zu bieten und wurde vom Flussverlauf der Rhone geleitet. Am Morgen ging es um 3 Uhr weiter von Belleville nach Montelimar. Nach toller Vorarbeit der Youngsters, die sich im Dunkeln bis kurz vor die Mauern von Lyon durchgekämpft hatten, war nun die Zeit für Thorge Thomsen und Henrik Schwalbe gekommen, die den Rest von 27 km liefen. Nach nur genau 1 km flacher Strecke folgte ein 4 km langer Serpentinen-Anstieg und ca. 3 km Abstieg bis wir die Stadt Lyon erreichten. In der Stadt war es alles andere als flach und sehr undurchsichtig. Der Wechselpunkt wurde trotzdem planmäßig erreicht. Als nächstes gingen die Triathleten auf die Strecke. Da ein Abschnitt der Laufstrecke wegen des Trosses der Tour de France kurzfristig gesperrt war, mussten sie eine kleine Verspätung in Kauf nehmen. Die restlichen Läufer hatten es an der Rhone leichter. Nur die erneut hohen Temperaturen machten allen zu schafften. Diese Etappe war mit fast 190 km die längste beim gesamten Deutschlandlauf. Die letzte Etappe mit einer Länge von ca. 142 km führte von Montelimar nach Montpellier an der französischen Mittelmeerküste. Das Triathlon-Team machte an diesem letzten Tag unseres Deutschlandlaufs um 4 Uhr den Anfang. Da die Tagesetappe nicht mehr ganz so lang war und jeder nochmal in den Genuss des "Deutschlandlaufes" kommen wollte, wurde zum Teil zu zweit gelaufen und sogar mit zwei Rädern begleitet. Da die Läufer nicht noch einmal durch eine große Metropole laufen wollten, wurde das Endziel kurzerhand von Montpellier in das angrenzende Ferienörtchen La Grande Motte verlegt. Der Schlussläufer war mit Simon Paysen der Jüngste im Team. Um etwa 17:30 Uhr lief er im Zielort ein!

Am Ende waren es acht, zum Teil sehr schwere Etappen, die eine Gesamtlänge von über 1400 km hatte. Die Erschöpfung der Läufer war zunehmend zu spüren, doch die  Erlebnisse und der tolle Zusammenhalt werden sicher in guter Erinnerung bleiben.

Weitere Informationen über den Lauf bekommt man auf der Internetseite www.deutschlandlauf.net

Deutschlandlauf 2012

Vom 23.06. bis 01.07.2012 liefen die Läufer aus der Laufsparte des SV Enge-Sande die Elbe, von der Quelle bis zur Mündung in die Nordsee, entlang. Dieser Lauf erstreckte sich über 1240 km. Als Orientierung diente der Elberadweg der zumindest auf deutscher Seite gut ausgeschildert ist. Der Lauf war ein Benefizlauf für die "Südtondern Tafel".

Gleich am ersten Tag gab es ein Problem! Die Elbe entspringt nicht direkt in Spindlermühle sondern auf einem Berg, der nur durch einen schmalen Pfad zu erreichen ist. So mussten die Läufer erst 8 Km den Berg aufsteigen um den Lauf zu beginnen. Diese Extrakilometer waren so nicht geplant, denn gerade an diesem Tag waren erst 9 Läufer angereist. Die letzten 80 Km des ersten Tagesabschnitts mussten sich dann 4 Läufer teilen. Auf diesen 80 Km wurde von den Läufern die Elbe nur zweimal gesehen als man sie überqueren musste. Es wurde nur an viel befahrenen Landstraßen gelaufen und die 28 Grad Celsius machten diesen Tag zu einer echten Anstrengung. Am Zweiten Tag wurde viel Zeit verloren, als man im tschechischen Brandys falsch abbog und nach weiteren 9 gelaufenen Kilometern direkt an diesem Punkt wieder ankam. Doch am Ende des Tages wurden die Laufwege am Elbufer immer besser, so dass man sich nicht mehr so sehr auf die nicht so auskunftsfreudigen Tschechen verlassen musste. Am dritten Tag wurde dann die Grenze zu Deutschland passiert. Durchs Elbsandsteingebirge ging es zur sächsischen Schweiz und schließlich zur Landeshauptstadt nach Dresden. Der folgende Tag zur Lutherstadt Wittenberg war mit 176 Kilometern der längste Tagesabschnitt. Die letzten Läufer erreichten die Unterkunft erst um 23 Uhr. Nach einer kurzen Nacht ging es weiter nach Magdeburg. Hier trifft die Elbe auf den Mittellandkanal und den Elbe-Havel-Kanal. Am sechsten Tag wurde Havelberg erreicht. In der Stadt mit vielen Fachwerkhäusern und Altarmen der Elbe mündet die Havel in die Elbe. Nun mussten die Läufer bei schwülwarmen 28 Grad Celsius weiter in das niedersächsische Hitzacker. Das norddeutsche Flachland war erreicht und die umgebende Landschaft wurde immer vertrauter. Nun waren eine Vielzahl von Störchen die Wegbegleiter. Am achten Tag wurden sogar einige Kilometer auf Schleswig-Holsteinischem Boden gelaufen, denn der Weg führte über Lauenburg und Geesthacht nach Hamburg. In Hamburg angekommen fiel es schwer den Elberadweg zu finden, so wurde auch hier viel Zeit verloren und einige Kilometer mehr gelaufen. Auch am neunten Tag gab es Probleme den Weg aus Hamburg hinaus zu finden. Nun führte der Lauf über Stade und Wischhafen durchs "Alte Land" zum Ziel zur Kugelbake nach Cuxhaven. Die Kugelbake ist das Wahrzeichen von Cuxhaven und zeigt das Ende der Elbe an.

Es kann auch weiterhin für die Südtondern Tafel gespendet werden, denn jeder Euro kommt auch dort an wo er benötigt wird.

Wer Interesse hat kann sich auch im Internet informieren unter der Adresse:

                                     www.deutschlandlauf.net

Das Spendenkonto für die Südtondern-Tafel lautet:
Kto.Nr.: 7856237, BLZ: 21763542, Bank: VR Bank Niebüll

Deutschlandlauf 2010

Der SV Enge-Sande veranstaltete vom 4. bis zum 10. Juli 2010 einen Benefizlauf für die Kinderkrebshilfe. Pünktlich um 7.30 Uhr wurde am 4. Juli am Grenzübergang zu Dänemark gestartet mit dem Ziel österreichische Grenze bei Garmisch-Partenkirchen. Um 9.00 Uhr begleiteten von Leck nach Bargum weitere Läufer unsere Deutschlandläufer, bevor in Bargum unsere Laufgruppe des SV Enge-Sande verabschiedet wurde.

Die Euphorie war an den ersten Tagen sehr groß, denn es liefen teilweise 3 Läufer gleichzeitig. Jeder wollte den Deutschlandlauf auch als zusätzliche Trainingseinheit nutzen.
Der erste Tag nach Glückstadt und der zweite Tag nach Nienburg/Weser luden auch dazu ein, denn sie waren sehr flach und das Wetter war ideal. Am dritten Tag wurde es zunehmend hügeliger und der Schlussanstieg (2,5 km) in Göttingen zeigte uns schon, was an den nächsten Tagen folgen würde. Am vierten Tag nach Fulda lernten wir die Rhön kennen. Entweder ging es bergauf oder bergab. Die romantisch gelegenen hessischen Dörfer waren genauso schön, wie die uns umgebene Landschaft. Doch das Streckenprofil und die von Tag zu Tag zunehmende Hitze machte uns allen zu schaffen. Kurz vor Fulda begleiteten uns Läufer von dem TSV Ostheim/Rhön zu unserer Unterkunft. Die Ostheimer gehören zu den besten deutschen Bergläufern, was bei den landschaftlichen Begebenheiten für uns zwangsläufig erschien.
Am fünften Tag folgte die längste und schwerste Etappe nach Rothenburg ob der Tauber. Noch mit schweren Beinen machte sich der erste Läufer früh morgens auf den Weg. Schon am frühen Vormittag zeigte das Thermometer 30°C und es ging wieder nur bergauf oder bergab. Mittags führte uns unser Navi an einen militärischen Sicherheitsbereich, wo „scharf“ geschossen wurde. Hier mussten wir dann einen Umweg in kauf nehmen. Zum Glück führte dann ein Teilstück am Main entlang. Hier war es sehr flach, doch ein neues Problem wartete hier auf uns. An dem Mainufer dürfen nur Fußgänger und Radfahrer auf den Bürgersteig. Das Begleitfahrzeug hatte somit keine Chance zu dem Läufer zu kommen und hatte ihn und das Begleitfahrrad aus den Augen verloren. Erst nach einer Stunde tauchten beide wieder auf. Kurz vor Ochsenfurt mussten wir dann den Main verlassen und uns bis Rothenburg durch das bergige Land arbeiten. Erst kurz vor Sonnenuntergang erreichte der letzte Läufer unser Etappenziel. Am sechsten Tag wurde es wieder etwas flacher. Wieder war es ein sehr heißer Tag und ein langes Teilstück nach Augsburg. Alles lief reibungslos bis in Dounauwörth unser Läufer verloren ging. Er meldete sich schließlich telefonisch von einem Punkt, der fast 10 km vom Begleitfahrzeug entfernt lag. Nun musste schnell eine neue Route gefunden werden um wieder auf den Weg nach Augsburg zu gelangen. Außerdem fehlte eine vom Navi angezeigte Autobahnüberführung. Doch zum Glück war auf der Autobahn wenig Verkehr, so ließ sich die Fahrbahn leicht überqueren. Trotz des Umweges erreichte der letzte Läufer das Ziel fast 2 1/2  Stunden früher als am Vortag.
Der siebente und letzte Tag war wieder sehr heiß (bis zu 35°C) doch mit 140 km der kürzeste Abschnitt. Schon früh konnte man am Horizont die Alpen sehen, doch der Weg dorthin war noch weit. Die Radwege wurden Richtung Österreich immer rarer, so dass wir immer öfter an viel befahrenen Landstraßen laufen mussten. So wurde unser Läufer auch von der Polizei (mit Blaulicht) gestoppt. Doch nach einer kurzen Erklärung ließen die Polizisten ihn dann weiter laufen und haben sogar noch eine Spende für die Kinderkrebshilfe da gelassen.
Den letzten Kilometer bis zum Grenzübergang liefen dann alle Läufer gemeinsam. Kurz vor 19.00 Uhr am 10. Juli 2010 war es dann soweit – wir hatten nach 101 Stunden Laufen und letztendlich 1155 km Deutschland mit unserer Laufgruppe durchlaufen. Auf einem Parkplatz an der Grenze wurde dann gefeiert und spontan in einem 5°C kalten Gebirgsbach gebadet. Den Abend ließen wir dann beim Public Viewing (Deutschlandspiel WM) in Garmisch-Partenkirchen ausklingen.

Der Deutschlandlauf wird für uns ein unvergessliches Erlebnis bleiben, denn die landschaftliche Vielfalt, die Deutschland zu bieten hat, ist einmalig für Läufer. Außerdem haben wir viele interessante Menschen kennen gelernt und schöne Städte und Dörfer gesehen.

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